Frauenheilkunde Zykluswissen

Binden, Slipeinlagen & Co.

Ähnlich wie schon bei den Tampons erwähnt, gibt es auch für Binden und Slipeinlagen keine Deklarationspflicht der Inhaltsstoffe.  Außerdem unterliegen die Binden und Slipeinlagen nur den Vorgaben der Produktsicherheitsrichtlinien, da sie bei uns, genau wie Tampons nur als Gebrauchsgegenstände und nicht als Medizinprodukte eingestuft werden, wie es zum Beispiel in den USA gehandhabt wird.

Was ist in Binden und Slipeinlagen verarbeitet?

Zum Großteil bestehen sie aus Zellstoff, also einem Grundstoff der Papierherstellung. Diese Zellulose wird auch häufig als Chemiefaser bezeichnet.  Dazu muss man erst einmal wissen wie der Zellstoff gewonnen wird. Hierfür wird das Holz nämlich durch verschiedene chemische Prozesse zersetzt, bis der Zellstoff übrig bleibt. Dieser wird dann mithilfe von Dioxin gebleicht, damit die Produkte später eine schöne weiße Farbe haben.

Was noch enthalten sein kann:

  • Pestizidrückstände aus dem Baumwollanbau, sofern dieser nicht BIO ist
  • Duftstoffchemikalien, die allergische Reaktionen auslösen können
  • Kleber-Chemikalien, vor dem schon 2008 durch Greenpeace gewarnt wurde
  • Bei einer Untersuchung von Stiftung Warentest wurden 2011 Phtalate, also Weichmacher in  Slipeinlagen gefunden.

Info am Rande: Dioxine werden zum Beispiel mit Endometriose und daraus resultierenden Regelschmerzen in Verbindung gebracht. Frauen die an Endometriose leiden, weisen hohe Konzentrationen der Chemikalie im Körper auf.  Dioxine wirken zudem krebserregend, können zu Unfruchtbarkeit und Geburtsfehlern führen und verwirren zudem unser Hormonsystem.

Um diese Inhaltsstoffe zu umgehen, sollte man also auf Binden und Slipeinlagen aus Bio Anbau zurückgreifen. Hierfür gibt es ebenfalls diverse Hersteller und Varianten.

Verschiedene Shop bieten dafür sogar wieder verwendbare Baumwollbinden und Slipeinlagen an, die ausgewaschen werden müssen.

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Über den Autor

Sina ist Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin aus Freiburg St. Georgen (BW). In ihrer Praxis für Natur- & Frauenheilkunde  liegen ihre Schwerpunkte in den Bereichen Frauenheilkunde, Darmgesundheit und Hormonbalance.

Sie begleitet ihre Patienten bei chronischer Erschöpfung, Schilddrüsenproblematiken oder Beschwerden rund um den Verdauungstrakt. Als ganzheitliche Therapeutin für Frauenheilkunde begleitet sie junge Mädchen bei Menstruationsbeschwerden, berät in den Bereichen Menstruationshygiene & Verhütung, begleitet Frauen bei ihrem Kinderwunsch und hilft bei Beschwerden in den Wechseljahren.

Hier, bei Frauengeflüster ist sie unsere Expertin für Ernährung, Hormonbalance und neue Rezeptkreationen.

www.naturheilpraxis-hellinger.de

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