Erschöpfung Gesundheit

nitrosativer & oxidativer Stress

oxidativer Stress

Um die Frage zu klären was oxidativer Stress ist, müssen wir erst einmal klären was genau freie Radikale sind. 

freie Radikale

 

Freie Radikale sind instabile Sauerstoffverbindungen, die ihren Bindungspartner verloren haben. Normalerweise sind diese Sauerstoffverbindungen an einen Partner gebunden, wodurch ihre Elektronen paarweise vorliegen. Bei freien Radikalen fehlt dieser Bindungspartner wodurch ein Elektron frei liegt, dass sich unbedingt binden möchte. Dadurch reißen sie ein Elektron aus Molekülen anderen Zellen, unserer DNA oder anderen Stoffen heraus und schädigen diese. Infolgedessen entstehen dann wiederum neue freie Radikale die ebenfalls nach neuen Bindungen suchen, wodurch sie wiederum andere Stoffe schädigen. Dieser Vorgang wird als Oxidation bezeichnet.

natürliche Entstehung freier Radikale

Ganz physiologisch entstehen diese freien Radikale während unserer Zellatmung oder auch bei Immunreaktionen, um unkontrolliert wachsende Zellen oder Krankheitserreger abzutöten. Erst wenn zu viele freie Radikale in unserem Körper entstehen Gerät das Gleichgewicht außer Kontrolle und es entsteht oxidativer Stress. hier können diverse Faktoren Einfluss nehmen, die die Bildung freier Radikale fördern.
Dazu zählen zum Beispiel:

  •  Rauchen 
  •  übermäßige Ozon-und UV-Strahlenbelastung 
  •  bestimmte Medikamente 
  •  negativer Stress 
  •  Umweltgifte  
  •  Röntgenstrahlen 
  •  Depressionen 
  •  Schadstoffe, wie Abgase, Alkohol 
  •  exzessiver Leistungssport 
  • Krankheiten, Entzündungen, Operationen

Gleichgewicht aufrechterhalten

Um das natürliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten gibt es Gegenspieler der freien Radikalen, die Antioxidantien. Diese deaktivieren sie und machen die freien Radikalen unschädlich. Jedoch muss man auch hier darauf achten das auch ein Übermaß an Antioxidantien unser natürliches Gleichgewicht durcheinander bringt. Denn wie schon gesagt, haben auch die freien Radikale eine wichtige Funktion in unserem Körper, die sie durch ein zu viel an Antioxidantien nicht erfüllen können.

nitrosativer Stress

Der nitrosative Stress entsteht als normale Schutzreaktion unseres Körpers.  

Makrophagen sind die Fresszellen unseres Körpers, die Erreger und Abfallprodukte unseres Stoffwechsels aufnehmen und abbauen. Im Normalfall produzieren sie Stickstoff, um beispielsweise Bakterien abzuwehren. Problem ist hierbei allerdings, dass die Makrophagen Umweltgifte (aus der Nahrung, aus Putzmitteln, Kosmetik, …) nicht von den Bakterien unterscheiden können und daraufhin immer mehr Stickstoff bilden.

Je stärker der Stickstoffgehalt in unseren Zellen ansteigt, desto stärker kommen unsere Zellen aus dem Takt, bis sie ab einem gewissen Punkt soweit aus dem Takt sind, dass die normale Energiegewinnung in den Mitochondrien nicht mehr stattfinden kann. 
Der Stickstoff Anstieg blockiert dabei die Atmungskette in der Zellen, bis diese vollständig lahmgelegt ist. Hier stellt die Mitochondrien die Energiegewinnung nun auf ihr persönliches Notstrom-Programm um: die Gärung der Urzelle. Hierbei wird nur wenig Energie gewonnen, dafür aber 18 Mal so viel Zucker wie im Normalzustand verbraucht. Das merkt man durch einen Heißhunger auf Süßes und andauernde Kraftlosigkeit und Erschöpfung. 

Gleichzeitig entsteht aber auch eine große Menge an Laktat, also Milchsäure als Abfallprodukt, das unseren Körper komplett übersäuert.

In den Muskeln zeigt sich diese Übersäuerung später als Muskelkater. Steigt die Übersäuerung jedoch immer weiter an, werden die Zellen auf Dauer geschädigt und diverse Krankheiten können entstehen.

Problem hierbei ist auch, dass ein Mitochondrium das über das Notstrom-Programm läuft die Apoptose, also den programmierten Zelltod deaktiviert.

Gefährlich ist dies deshalb, da sich dadurch auch Zellen vermehren können die fehlerhaft oder geschädigt sind. Hierdurch können sich dann zum Beispiel Tumorzellen vermehren.Problematisch ist das Ganze auch bei Schwangeren, da die fehlerhaften Mitochondrien auch an ihre Kinder weitergeben werden. 

Zum Glück können die Mitochondrien aber wieder aus dem Notstrom-Programm zurückschalten. Mithilfe von qualitativ hochwertigen Nährstoffen mit ausreichend Vitaminen, Mikronährstoffen, Aminosäuren kann dieses Programm unterbrochen und die Mitochondrien wieder in ihren normalen Rhythmus gebracht werden.

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Über den Autor

Sina ist Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin aus Freiburg St. Georgen (BW). In ihrer Praxis für Natur- & Frauenheilkunde  liegen ihre Schwerpunkte in den Bereichen Frauenheilkunde, Darmgesundheit und Hormonbalance.

Sie begleitet ihre Patienten bei chronischer Erschöpfung, Schilddrüsenproblematiken oder Beschwerden rund um den Verdauungstrakt. Als ganzheitliche Therapeutin für Frauenheilkunde begleitet sie junge Mädchen bei Menstruationsbeschwerden, berät in den Bereichen Menstruationshygiene & Verhütung, begleitet Frauen bei ihrem Kinderwunsch und hilft bei Beschwerden in den Wechseljahren.

Hier, bei Frauengeflüster ist sie unsere Expertin für Ernährung, Hormonbalance und neue Rezeptkreationen.

www.naturheilpraxis-hellinger.de

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