Ernährung Naturheilkunde

Ingwer- Aus Sicht der Westlichen und Traditionell Chinesischen Medizin

Es ist herbstlich, die Luft ist kalt und feucht und die Erkältungssaison hat bereits gestartet. Ingwer ist ein Hausmittelchen, was in dieser Zeit, in aller Munde ist. Aber warum ist Ingwer eigentlich so gesund und warum wird ihm nachgesagt eine Erkältung zu vertreiben? Dafür schauen wir uns einmal die Sichtweisen der westlichen Medizin und der Traditionell Chinesischen Medizin an.

Was hat es eigentlich mit dem Ingwer auf sich?

Aus Sicht der westlichen Medizin schaut man auf die Inhaltsstoffe. Und da hat der Ingwer einiges zu bieten. Neben einigen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin C, Calcium Magnesium, Kalium, Natrium und Eisen, enthält er auch ätherische Öle, wie die Gingerole, das Cineol und Shogaol, die für den scharfen Geschmack verantwortlich sind und anti-entzündlich wirken sollen. 
 
Viel spannender finde ich allerdings die Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM)
 
In der TCM unterscheiden wir die Lebensmittel durch ihre thermische und energetische Wirkung auf den Körper. Bei jedem Lebensmittel wird zunächst entschieden: Wirkt es kühlend, wärmend, anregend, stärkend, Säfte aufbauend oder ausleitend?
Der Ingwer bringt, laut der TCM, durch die Schärfe, Wärme in den Organismus, öffnet die Poren um Kälte aus zu leiten und trocknet. Oft bekommen wir durch Nass-Kaltes Wetter oder kalten Windzug eine ErKÄLTung. Hier ist der Ingwer wunderbar, denn er treibt diese eingedrungene Wind-Kälte wieder nach draußen.
 
Dies kann er aber nur wenn die Erkältung noch „oberflächlich“ ist also bei Schnupfen und anfänglicher bzw. leichter Erkältung. Sobald Fieber ins Spiel kommt hat der Körper schon einen Hitze-Zustand. Hier dann noch mit Ingwer weitere Wärme hinzuzufügen wäre kontraproduktiv.
 
Außerdem müssen Menschen aufpassen, die einen Säftemangel haben, also z.B. trockene Schleimhäute (Augen, Nase, Magen, Neigung zur Magen-schleimhautentzündung), denn durch die trocknende Wirkung können die Schleimhäute noch weiter gereizt werden. 
Zudem ist Ingwer in der Schwangerschaft nur in Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen. 
 
Zubereitung: Ingwer kann man z.B. beim kochen verwenden, oder auch als Tee zubereiten. Für den Tee kann man die Schale dran lassen und den Ingwer einfach in große dünne Scheiben schneiden. 
Umso mehr ihr in den Tee rein gebt, desto schärfer und intensiver ist der Geschmack- tastet euch vorsichtig ran!
Den Tee unbedingt verdeckt ca. 8 Minuten ziehen lassen. 
 

Ich finde die Ernährung nach Traditionell Chinesischer Medizin echt total spannend und es hat mir persönlich viel gebracht, die Erkenntnisse daraus in meinen Alltag einfließen zu lassen. 

Falls du auch gern mehr darüber erfahren möchtest, kann ich dir die Bücher meines Dozenten Peter Hollmayer ans Herz legen. 

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Über den Autor

Mandy ist Heilpraktikerin, Dipl. Kunsttherapeutin und Mama einer kleinen Tochter. Die Schwerpunkte in ihrer Praxis für Natur- & Frauenheilkunde (Werl, NRW) sind Darmgesundheit, chronische Erschöpfung und natürlich die Begleitung von Frauen in jeder Lebensphase- von den ersten Zyklusbeschwerden in der Pubertät, über die Kinderwunsch- und Schwangerschaftszeit bis über die Wechseljahre hinaus.

Hier, bei Frauengeflüster, ist sie unsere Expertin für die Traditionell Chinesische Medizin, sowie für alles rund um die Hormone und Kinderwunsch.

www.naturheilpraxis-geppert.de

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