Was steckt hinter der Blutgruppen-Diät?

Die Blutgruppen-Diät geht davon aus, dass jeder entsprechend seiner Blutgruppe bestimmt Lebensmittel besser oder schlechter verträgt und sich daran bei der Wahl seiner Ernährungsweise orientieren sollte. 

Übersicht der Blutgruppen

  • bevorzugt:
    • Fleischesser
    • Obst 
    • Gemüse
  • soll diese Lebensmittel eher meiden:
    • Bohnen
    • Hülsenfrüchte
    • Milch- & Milchprodukte 
    • Getreidearten 
    • Teigwaren

Vegetarier

  • bevorzugt:
    • Sojaproteine
    • Getreideprodukte 
    • Gemüse 
  • verträgt nur wenig Fett
  • Fleisch meiden 
  • verdaut die meistens Lebensmittel gut
  • verzehrt auch Milchprodukte 

passt in keine der anderen Kategorien richtig rein

  • wenig Fleisch
  • bevorzugt:
    • Milchprodukte 
    • Getreide
    • Eier
    • Brot
    • Gebäck 

Die Idee dahinter?

Unsere Blutgruppen sollen sich jeweils zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Geschichte entwickelt haben. Im Laufe dieser Entwicklung haben sich genetische Informationen in der Blutgruppe gespeichert, die die jeweilige Ernährung dieser Zeit aufgenommen hat. 

Aufgrund dieser genetischen Informationen, sollen Menschen unterschiedlicher Blutgruppen unterschiedliche auf Eiweiße (Lektine) reagieren, die in ihrer Nahrung enthalten sind. 

Anhand dieser Annahme, wurden Nahrungsmittel in die Gruppen “bekömmlich”, “neutral” und “zu vermeiden” für die jeweilige Blutgruppe eingestuft. 

Um die Kostform durchzuführen wird eine reine BIO-Kost empfohlen. 

Macht die Blutgruppen-Diät Sinn?

Wissenschaftlich gibt es keine Nachweise, die die Annahmen des Begründers J. D’Adamo, dass die Eiweiße unterschiedlich von einzelnen Blutgruppen vertragen werden und hier zu Problemen führen können, belegt. 

Auch die Aussage, die Diät könnte als Krebs-Prophylaxe angewandt werden, konnte bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. 

Betrachtet man die einzelnen Ernährungsempfehlungen genauer, fällt schnell auf, dass diese weder ausgewogen noch genügend Nährstoffe liefern können. Besonders für den A-Typ kann der erhöhte Fleischkonsum auf Dauer negative Folgen haben. 

Ist die Diät zu empfehlen?

Meiner Meinung nach ist die Blutgruppen-Diät nicht empfehlenswert, da sie einerseits eine sehr unausgewogene Ernährung darstellt und sich zudem nur darauf begründet, dass jemand einer bestimmten Blutgruppe angehört. Da sich aber auch viele weitere Faktoren, wie Schilddrüsenerkrankungen, Darmbeschwerden, Hormonelle Ungleichgewichte etc. auf die Wahl der Lebensmittel auswirken können, ist die Blutgruppe als alleinige Grundlage zur Auswahl aus meiner Sicht eher ungeeignet.  

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