Stell dir vor du wachst morgens auf und weißt du hast einen sehr wichtigen Termin. Du schaust auf dein Handy und siehst, dass dein Wecker nicht geklingelt hat und das es schon eine ganze Stunde später ist, als wo du eigentlich aufstehen wolltest.

Wenn du dich jetzt nicht total beeilst, wirst du es niemals zum Termin schaffen.  

Was passiert nun in deinem Körper?

Dein Herz schlägt schneller, dein Puls geht hoch und der Blutdruck steigt.
Du atmest verstärkt und um Energie zu bekommen werden Fettsäuren und Glukose freigesetzt.
Deine Körpertemperatur erhöht sich und als Gegenregulation schwitzt du vermehrt.
Die Verdauung wird gehemmt und Wasser in den Nieren wird zurückgehalten.
Es werden vermehrt Stresshormone wie Cortisol und die Neurotransmitter Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet

Ich denke jeder von uns kennt diese körperlichen Stressreaktionen in Schreckensmomenten, wenn man von einem Termin zum nächsten hetzt oder selbst wenn man nur einen Krimi im TV schaut.

Unser Körper hat also eine ganze Menge Funktionen um solche Momente zu meistern, gegen zu regulieren und zu kompensieren.

Von einer Stresssituation, wie der oben beschriebenen, können wir uns gut und recht schnell erholen.  

Was aber wenn wir über lange Zeit Stress haben?

Vielleicht nicht so akuten Stress wie in der oben beschriebenen Situation, aber permanenten, latenten Stress.

Auch dann, laufen diese Prozesse im Körper ab. Die ganze Stresskaskade wird permanent in Gang gesetzt- nicht so ausgeprägt wie in einer akuten Stresssituation, aber doch immer unterschwellig da.

Diesen Zustand nennen wir „Alarmmodus“. Der Körper ist permanent in Alarmbereitschaft. Es werden vermehrt Energie, Ressourcen und Nährstoffe verbraucht.

Wir „funktionieren“.
Powern, powern, powern,
-bis wir letztendlich ausgepowert sind.

Dieser Alarmmodus ist nämlich auf Dauer sehr erschöpfend. Zudem können sich diverse Symptome entwickeln. Durch die Hemmung der Verdauung, können sich Probleme wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Reizdarmsymptome einschleichen.
Eine erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen kann auch zu Schlafstörungen führen. Der ganze Tag-/ Nachtrhytmus kann außer Balance sein.

In unserem Körper gibt es eine gewisse Hierarchie, welche Organe & Systeme besonders wichtig sind. Bei begrenzten Ressourcen und in dem „Alarmmodus“ werden in erster Linie die wichtigsten Abläufe aufrecht erhalten. So leiden besonders schnell „unwichtigere“ Abläufe wie z.B. unsere Sexualhormone. Dies kann zu Libidoverlust, Zyklus- & Periodenschmerzen führen, sowie zu Fruchtbarkeitsschwierigkeiten.

Ebenso unwichtig sind Haut, Haare & Nägel für das Überleben. Daher werden auch diese zunächst minder versorgt.

Durch den erhöhten Nährstoffverbrauch können natürlich auch Müdigkeit, Kopfschmerzen, eine eingeschränkte Konzentration und weitere Mangelsymptome auftreten.

Dauerstress ist tatsächlich eine der größten Gefahren für unseren Körper und kann zu vielen Krankheiten führen. Neben einer ungesunden Ernährung und Schadstoffbelastungen sicherlich eine der größten Ursachen für chronische Erkrankungen.

Um diesen entgegenzuwirken schaffe dir Ausgleichsmöglichkeiten, versuche nach einer Anspannung auch wieder in eine Entspannung zu kommen und gebe dem Körper genug Ressourcen und Energie, in Form von ausgewogener Ernährung, um mit dem erhöhten Verbrauch klar zu kommen

 

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